Unterschied zur konventionellen Bienenhaltung - die bienenfreude

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Unterschied zur konventionellen Bienenhaltung

wesensgemäße Bienenhaltung

Die Unterschiede zu EU-Bio- und konventioneller Bienenhaltung

Angepasster Brutraum*) und Verzicht auf Reizfütterung



Die künstliche Einengung des Brutraumes ist eine Methode um die Sammelleistung von Völkern kurzzeitig zur Trachtzeit stark zu erhöhen. Der der Königin werden zeitweise keine freien Wabenzellen für Brut zur Verfügung gestellt und der Brutnest-begrenzende Pollen entnommen. Dadurch wird der Vermehrungsdrang gebremst und das Schwärmen des Bienenvolks verhindert. Der rückläufige Brutumfang führt mit der Zeit zu einer Veralterung des Bienenvolkes und den der Anteil an Flugbienen im Volk erhöht. Durch und den Wegfall des Honigverlustes zur Brutfütterung wird die Sammelleistung kurzzeitig stark erhöht. Die Veralterung des Bien schreitet jedoch schneller voran und macht das Volk besonders anfällig für Krankheiten.

In der wesensgemäßen Bienenhaltung wird gänzlich auf diese völkerschädigende Praxis verzichtet. Gleiches gilt für die Reizfütterung mit Zuckerwasser. Durch die Anpassung der Wabenzahl an den Entwicklungsstand des Bien können sich starke Bienenvölker entwickeln. Die Volksentwicklung wird jedoch nicht durch zu kleine Bienenwohnungen begrenzt.

*) Mit "angepasster Brutraum" ist der von Ferdinand Gerstung definierte Begriff gemeint und hat nichts mit der heute so gerne gleichgesetzten Pressingmethode von Hans Beer u. a. zu tun.

Durchgängiges Brutnest, keine Königinnen-Absperrgitter und vorzugsweise Naturwabenbau

In der konventionellen Bienenhaltung wird zur einfacheren Handhabung der Brutraum großer Völker in kleine Kisten unterteilt. Da Honig ausschließlich von brutfreien Waben geerntet werden darf, versucht man außerdem die Königin durch Absperrgitter vom Honigraum fern zu halten. Die Eingriffe stören das Bienenvolk nachhaltig in ihrer Entwicklung und schwächen es zu Gunsten der Ertragssteigerung. Dabei richten gesunde Völker selbstständig eine räumliche Unterteilung von Honig- und Brutraum ein, die aber Einbußen im Ertrag bringen kann.

Bei der wesensgemäßen Bienenhaltung dürfen die Bienen das Brutnest möglichst ungestört auf großen Waben entwickeln. Das geschlossene Brutbild (vgl. Bild von Wabengassen) erleichtert den Tieren die Versorgung der Brut und ihren Schutz, z.B. vor Milbenbefall. Um das natürliche Brutbild zu erhalten darf die Königin nicht durch Absperrgitter auf einen kleinen Brutraum beschränkt werden. Auch der Ausbau ihrer Behausung wird den Bienen selbst überlassen. Sie bauen alle ihrer Brutwaben selbst und können den Wohnraum ihren eigenen Bedürfnissen anpassen. Im Honigraum können Wachsmittelwände vorgegeben werden, die von den Bienen ausgebaut werden. Darauf wird jedoch vorzugsweise verzichtet.


Links: Wesensgemäße Hochwabe mit durchgängigem Brutnest (blau) gleicher Altersspanne und einteiligem Honig/Pollenkranz (gelb).
Rechts: Konventionelle Zander-Waben aus derselben Wabengasse (übereinander) mit Unterteilung im Brutnest durch Pollenkranz und Gelege mit unterschiedlichem Alter.

Naturbelassene Königin und Vermehrung durch den Schwarmtrieb



Ein Bienenvolk ist eine selbstbestimmte Gemeinschaft, ein sogenannter Superorganismus und kein „Ersatzteillager“ (Zitat: Thomas Radetzki). Daher werden alte Königinnen nicht durch junge ersetzt, sondern die Völker dürfen still umweiseln. Die Vermehrung erfolgt auf natürlichem Wege durch den Schwarm oder Kunstschwarm. Die Königin bleibt naturbelassen, ihr werden keine Flügel gestutzt!  Auch auf  künstliche Königinnenzucht wird gänzlich verzichtet. Den Zeitpunkt der Vermehrung bestimmt das Volk selbst durch das Anzeigen der Bereitschaft zum Schwärmen.

=> weiterlesen


 
Suche
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü